Saharastaubereignis 2010
Zwischen 10. und 14. Juni trübte Saharasand die Fernsicht! Trotz trockener Luft lag die Sichtweite bei weniger als 20km. Verantwortlich dafür war Sand aus der nördlichen Sahara, der aufgrund der starken SW-Strömung rasch das Mittelmeer in einer Höhe von 3000 bis 4000m überquert und bis zum Alpenraum transportiert wurde. Allgemein bei solchen Ereignissen wird besonders im Lee der Alpen der Sand bis in Bodennähe herunter gedrückt.
Staubkonzentration
Das erste Diagramm zeigt die Messdaten der Staubbelastung während
dieser Episode. Für drei verschiedene Partikelgrößen (Partikel größer
0,3 µm, größer 0,5 µm und 5 µm) ist jeweils die Anzahl je cm³
dargestellt. Da die Saharasandwolke hauptsächlich aus 'großen' Teilchen
besteht, ist die Zunahme der Teilchenzahl besonders für Teilchen, die
größer als 5 µm sind, zu erkennen (schwarze Linie).
Staubpartikel stehen in ständiger Wechselwirkung mit dem
Niederschlag, der für eine Reinigung sorgt. Das zweite Diagramm zeigt
einstündige Niederschlagssummen als Durchschnittswert der am Sonnblick installierten Messungen.
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(alle Zeitangaben in UTC, bei allen Diagrammen ist zu beachten, dass die Skala automatisch an die Werte angepasst wird)
Zum Vergleich können hier die Messdaten der Vulkanepisode vom 17. April betrachtet werden. Die Partikelzahlen waren damals ungefähr doppelt so hoch.
Chemische und optische Analysen
Mittels Aethalometer werden die
Absorpionskoeffizienten für Licht in sieben verschiedener Wellenlängen
von 370nm bis 950nm ermittelt. Daraus läßt sich Information über die
Zusammensetzung der Staubwolke gewinnen. Die Entwicklung dieser Messung
ist im folgenden Diagramm dargestellt:
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Die Berechnung der 30 Minuten Mittelwerte erfolgt nach Weingartner, E.,
Saathof, H., Schnaiter, M., Streit, N., Bitnar, B., and Baltensperger,
U.: Absorption of light by soot particles: Determination of the
absorption coefficient by means of Aethalometers, J. Aerosol Sci., 34,
1445-1463, 2003.;
Vielen Dank an Grisa Mocnik / Fa. Aerosol Slovenia
Speziell besaugte Filter werden am Institut für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien analysiert.
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