
Mikroluftdruckschwankungen | Gerhard Schauer
Dieses Projekt entstand bei der Suche nach einem präzisen
Massenflussmesser. Da das Datenblatt des gefundenen Sensors sehr viel
versprach (0.01 sccm – 400 sccm, bis zu 200Hz Messrate) und die Kosten
mit 120EUR vergleichsweise gering sind entwickelte sich die Idee, das
"Atmen" eines bekannten Volumens, hervorgerufen durch
Luftdruckschwankungen der Umgebungsluft, zu erfassen.
Herausgekommen sind drei Messungen an den Standorten Salzburg, Kolm
Saigurn und Sonnblick. Abtastrate ist 50Hz, somit können
Luftdruckänderungen als Infraschall bis zu einer Frequenz von 25Hz (hörbarer Bereich)
erfasst werden.
Stärke
und Häufigkeit dieser s.g. Microbaroms wird laufend erfasst und in
Minutenintervallen aggregiert gespeichert. Triggerereignisse werden
vollständig gespeichert. Im nebenstehenden Bild ist die Druckwelle nach
der Detonation einer Fliegerbombe
aus dem Zweiten Weltkrieg am 3.11.2006 zu sehen. Die Entfernung von der
Messstelle betrug ca. 2100m, abgeschirmt durch den Kapuzinerberg.
Das zweite Bild zeigt eine Frequenzanalyse von Luftdruckschwankungen, verursacht von zwei Hubschrauberflügen. Dabei ist bei beiden Ereignissen die Dopplerverschiebung bei An- und Abflug und beim ersten Ereignis ein kurzes Abstellen der Turbinenleistung des gelandeten Hubschraubers zu erkennen. Die zeitliche Dauer des betrachteten Zeitraumes beträgt ca. 10 Minuten. Der dominierende Frequenzanteil liegt bei 17,8 Hz, woraus sich rechnerisch bei diesem Hubschraubertyp mit seinen 3 Rotorblättern eine Drehzahl von 5,9 s-1 ergibt.
Primäres Ziel sind allerdings längerfristige Auswertungen und Vergleichsmessungen von Luftdruckschwankungen,
hervorgerufen durch Wind (Ursache von Föhnkrankeiten) und anderen
natürlichen Quellen.
Kontakt: Gerhard Schauer
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