
Elektrische Feldstärke | Gerhard Schauer
Aufgrund der Exponiertheit des Sonnblickobservatoriums ist die
Gefährdung durch elektrische Entladungen und Blitzschlägen bei einem
Aufenthalt im Freien ständig zu beachten und gegebenenfalls rechtzeitig
Schutz im Observatorium zu suchen. Um bei Veränderungen und erhöhten
Werten der elektrischen Feldstärke informiert zu sein wird diese
laufend überwacht.
2007 wurden die ersten Erfahrungen mit einer Feldmühle gesammelt. Das Gerät war zwar heikel im Betrieb, die
Messungen konnten aber gut zur Beurteilung der Gefährdungssituation
herangezogen werden. Blitzentladungen im Umkreis von einigen
-zig Kilometer wurden durch das Gerät detektiert.
Die Grafik zeigt eine Serie von Entladung während dem Gewitter vom 20.6.2007, 13:10 UTC. Einer dieser Blitze zeichnet auch für das Ableben eines Permafrost-Temperaturloggers verantwortlich.
Messintervall: 10s-1 , gemessen wird permanent, Durschnitt bzw. Maxima wurden minütlich gespeichert, Triggerdaten in vollem Umfang.
Da es sich bei der Feldmühle um ein Handgerät für fallweisen Einsatz handelte, war im April 2009, nach 2 Jahren Betrieb am Sonnblick, das Ende der Lebensdauer erreicht.
Seit 19. Mai 2011 ist eine Feldmühle im Einsatz, die für Dauerbetrieb ausgelegt ist.
Kontakt:
Gerhard
Schauer , ZAMG
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