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land-salzburg-logo.gifLawinenmeldungen | Bernhard Niedermoser 

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Lawinen halten sich selten an vom Menschen erdachte Regeln, sondern treten sporadisch an den verschiedensten Stellen der Alpen auf. Modelle können hier zwar helfen, die ultimativen Informationen bekommt man jedoch nur durch ein dichtes Informationsnetz, das alle Höhenstufen im Salzburger Land umfassen muss. Der Sonnblick ist dabei Salzburgs höchstgelegene Station.

Der Salzburger Lawinenwarndienst bezieht seine Informationen aus einem Netzwerk von 41 Stationen, die zum Teil durch den Lawinenwarndienst betrieben werden, zum Teil aber auch Kooperationen mit anderen Institutionen, wie z.B. dem Sonnblickobservatorium sind. Die täglichen Beobachtungen erfassen lawinenrelevante Daten der Schneedecke und das geht über die reine Höhe der Schneedecke weit hinaus: Einsinktiefe eines Normgewichts innerhalb der Schneedecke, Oberflächenart des Schnees, Schneetemperaturen, Schneeverfrachtungen im Gelände und eine genaue Beobachtung und Beschreibung der abgegangenen Lawinen werden bereits in den frühen Morgenstunden vom Sonnblick an die Lawinenwarnzentrale gemeldet, um dort das sehr unterschiedliche Bild der Schneedecke im Salzburger Land komplettieren zu können. 

Lawinenunfälle sind selten überraschende Ereignisse, meistens kündigt sich eine Gefahrensituation vorher an. Wichtige Informationsquellen sind dabei örtliche Beobachtungen und die Informationen und Daten des Lawinenlageberichts und der Meldestationen.

 

lawinensuche.jpgDer Sonnblick ist dabei Salzburgs höchstgelegenste Lawinenmeldestation. Nur mit Beobachtungspunkten in dieser Höhenlage kann der Unterschied in den verschiedenen Elementen der Schneedecke zwischen den mittelhohen Lagen rund um 2000m und dem Hochgebirge über 3000m genau erfasst werden. Alle 14 Tage wird nochmals gründlicher angepackt: ein „Schneeprofil“ in der Nähe des Observatoriums bringt die Wahrheit über die tieferen Schichten innerhalb der Schneedecke zu Tage. Die Bindung der einzelnen Schichten zueinander kann sich nämlich im Lauf der Zeit stark ändern. Durch Wind, Kälte, Temperaturunterschiede oder Wärme in der Frühjahrszeit wird die Bindung der Schichten untereinander geschwächt oder gestärkt, dabei kann sich die Festigkeit der Schneedecke innerhalb einer Schicht bis zum Faktor 1000 ändern.

 

Zudem schätzt der Beobachter täglich auch das Ausmaß der lokalen Lawinengefahr in der 5-teiligen internationalen Skala für Lawinengefahrenstufen ab.

Anstprechpartner:

Bernhard Niedermoser
Lawinenwarnzentrale Salzburg
Freisaalweg 16
5020 Salzburg
+43(662)8042-2170
www.lawine.salzburg.at

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 22. Dezember 2011 )
 

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