Ortsdosisleistung Gammastrahlung | Wolfgang Haider
Durch die
kontinuierliche Aufzeichnung der Ortsdosisleistung im
Rahmen des österreichischen Strahlenfrühwarnsystems können Fernverfrachtungen von radioaktiven Kontaminationen (z.B. nach einem Kernkraftwerksunfall) in der Luft nachgewiesen werden. Höhenstationen sind erste Warnstellen bei Fernverfrachtungen, wenn Tallagen von Radionukliden noch nicht erreicht worden sind.
Das österreichische Strahlenfrühwarnsystem besteht aus 336 Gammamessgeräten (zur Messung der Ortsdosisleistung) und 10 Luftmonitoren (zur Messung der Alpha-, Beta- und Iodaktivität). Die Gammamessstationen sind flächendeckend über Österreich verteilt; eine Messstation ist am Sonnblick.
Quelle: UMWELTnet - Seite des Lebensministeriums
Alle Anlagen messen kontinuierlich und vollautomatisch die externe radioaktive Strahlung; die Datenweiterleitung erfolgt online über krisensichere Datenleitungen in die Landeswarnzentralen bzw. in das BMLFUW.
Das gesamte Messsystem hat unter anderem im Zusammenhang mit dem Reaktorunfall in Tschernobyl (April 1986) wertvolle Resultate über die jeweils aktuelle Kontaminationssituation in Österreich geliefert.
Die jeweils aktuellen Messwerte von knapp 100 der 336 Gammamessstationen werden auf den UMWELTnet - Seiten des Lebensministeriums und im ORF-Teletext (Seite 623) veröffentlicht.
Ansprechpartner: DI Wolfgang Haider, BMLFUW, Abt. V/7 - Strahlenschutz,
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