Transport von Spurengasen am 26. und 27. Februar 2006
Am 26. und 27.
Februar 2006 wurden am Sonnblick die höchsten
Kohlenmonoxid-, Kohlendioxid- und Stickstoffmonoxidkonzentrationen des Jahres 2006
gemessen. Gleichzeitig waren die Ozon- und NOy-Werte stark erhöht.
Die nachfolgenden Abbildungen zeigen die Wege der Luft, die sie
innerhalb von 4 Tagen zurückgelegt hat, bevor sie den Sonnblick
erreicht hat. Diese Wege nennt man Trajektorien. Die Trajektorien wurden
für alle 3 Stunden für 2 unterschiedliche Höhenniveaus berechnet: Für
die Höhe des Sonnblick im Modell (repräsentativ für den Transport
bodennah freigesetzter Spurengase) und für die tatsächliche Höhe des
Sonnblick (repräsentativ für absinkende Luftmassen). Die Trajektorien sind nach ihrer Höhe eingefärbt.
Die Luft, die am 26. und am 27. Februar am Sonnblick in der Höhe
der Modelltopographie eingetroffen ist, überstreicht in geringer Höhe
emissionsreiche Gebiete über Nordosteuropa und kann so
Spurengase aufnehmen. Folge ist die hohe Immissionsbelastung durch CO,
CO2, NO und NOy am Sonnblick.
Auch in der tatsächlichen Höhe des Sonnblick kommen die
Trajektorien am 26. Februar aus emissionsreichen Gebieten
Südosteuropas. Am 27. Februar sinkt die Luft jedoch zum Teil aus rund
5.000 m Höhe ab. Die absinkenden Luftmassen haben einen hohen
Ozongehalt und führen so zur Ozonspitze am Sonnblick.
Trajektorien für Sonnblick, Höhe der Modelltopographie, 26. Februar 2007
Trajektorien für Sonnblick, tatsächliche Höhe, 26. Februar 2007.
Trajektorien für Sonnblick, Höhe der Modelltopographie, 27. Februar 2007
Trajektorien für Sonnblick, tatsächliche Höhe, 27. Februar 2007
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