Am 5. und 6. Februar 2026 haben wir auf unserer nördlichen Messterrasse zwei neue Instrumente in Betrieb genommen: einen High-Volume Aerosol-Sampler der Firma Digitel sowie einen Low-Volume Aerosol-Sampler der Firma Leckel.
Der ungewöhnlich schneearme Winter kam uns dabei entgegen: Die Terrassen waren kaum verschneit, sodass die Installation reibungslos durchgeführt werden konnte. In schneereichen Wintern ist eine Außeninstallation mit deutlich höherem Aufwand verbunden oder teilweise gar nicht möglich.
Beide Geräte sammeln Aerosolpartikel aus der Luft auf speziellen Filtern. Diese Filter, beladen mit den Aerosolpartikeln, werden anschließend im Labor mit unterschiedlichen Methoden detailliert analysiert.
Untersuchung von Saharastaub
Ein Teil der Messungen erfolgt im Rahmen des deutsch-spanischen DUSTIMPACT-Projekts (DustImpact, Leitung: Prof. Konrad Kandler, Technische Universität Darmstadt; Prof. Martina Klose, Karlsruher Instituts für Technologie (KIT); Prof. Carlos Perez und Dr. Jerónimo Escribano, Barcelona Supercomputing Center; Dr. Marco Pandolfi, Consejo Superior de Investigaciones Científicas: Barcelona). Untersucht werden insbesondere Grobstaubpartikel im Größenbereich einiger Mikrometer während Saharastaubereignissen. Zusätzlich wurde ein optischer Partikelzähler (Fidas System der Firma PALAS) installiert, um die Größenverteilung der Partikel speziell im Bereich 2-100 µm kontinuierlich zu erfassen. Ziel ist es, neue Erkenntnisse über die Eigenschaften von Saharastaub sowie über die Veränderungen während dessen Transport durch die Atmosphäre zu gewinnen; dazu sind auch weitere Messstationen entlang der Transportroute im Aufbau
Fokus auf biologische Partikel mit dem High-Volume Sampler
Der High-Volume Sampler (Projekt: AeroCloud-AT) ist darauf ausgelegt, besonders hohe Luftvolumina (600 L/min) anzusaugen, damit möglichst viele Partikel auf dem Filter abgeschieden werden. Dank eines sogenannten TSP-Einlasses (Total Suspended Particulates) können auch Partikel mit einem Durchmesser von mehr als 10 µm erfasst werden. Von besonderem Interesse sind dabei biologische Bestandteile des Aerosols, etwa Pollen, Pilzsporen, Bakterien oder Fragmente biologischen Materials. Diese spielen eine wichtige Rolle für Umwelt, Klima und Gesundheit und sind daher ein zentraler Bestandteil unserer Forschung.

Foto: Julia Burkart - GeoSphere Austria