batcorder am Sonnblick Observatorium wartet auf Kommunikation mit 🦇

Am 6. April 2019 war Karin Widerin von der KFFÖ (Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich) am Sonnblick Observatorium, um den batcorder wieder flott zu machen für die kommende Saison.

Den Winter haben die Fledermäuse in Gruppen dicht aneinander gedrängt, kopfüber in Höhlen im Winterschlaf verbracht. Fledermäuse schlafen eigentlich nicht wirklich, sie fallen in eine Art Lethargie, genannt Torpor,  sie fahren alle Körperfunktionen auf ein Minimum herunter, um so mit ihren im Sommer angefressenen Fettreserven über den insektenarmen Winter zu kommen. Falls Sie die Tiere entdecken, stören Sie diese bitte keinesfalls, es könnte für die Fledertiere den Tod bedeuten. Angst brauchen Sie übrigens keine zu haben, am Hohen Sonnblick und im Nationalpark Hohe Tauern gibt es nur Insektenfresser-Fledermäuse, wie zum Beispiel die kleineste heimische Fledermausart, die Mückenfledermaus und die Langstreckenzieher wie der große und der kleine Kleinabendsegler oder die Zweifarbfledermaus sind meist nur auf der Durchreise.

Die Waldbox samt batcorder ist also laut KFFÖ wieder auf Horchposten. Auf der Messterasse des Sonnblick Observatoriums werden mit Hilfe von Ultraschalldetektoren (batcorder) die Laute der Tiere aufgenommen und ausgewertet. Mit Unterstützung der Sonnblick-Observatoriumstechniker der ZAMG wurde die Box installiert und gewartet. Hoch über den Wolken auf über 3.100m - Aug in Aug mit dem Großglockner - lauscht die Waldbox auf vorüberziehende Fledermäuse um uns neue Erkenntnisse über ihr Zugverhalten zu liefern.

Mehr Informationen: www.fledermausschutz.at